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-Radtour durch Georgien und Armenien-

Am 28. Mai fliegen wir nach Batumi am Schwarzen Meer. Von dort wollen wir entlang des Flusses Acharistskali durch den Kleinen Kaukasus östlich fahren mit dem ersten großen Ziel Tiflis oder Tbilissi, der Hauptstadt von Georgien.

Dann geht es in Richtung Norden mit Blick zu den über 5000 m hohen Bergen des Großen Kaukasus. Ohne diese hohen Berge zu erreichen, biegen wir nach Osten ab in das uralte Weinanbaugebiet entlang des Flusses Alazani, der in Aserbeidschan in das Kaspische Meer mündet.

So weit wollen aber nicht, denn der Weg führt uns in das südlich gelegene Nachbarland Armenien, das auch als das Land der Steine bezeichnet wird. Über das Tal des Flusses Mtkvari fahren wir schließlich wieder westwärts zum Schwarzen Meer.

Für den 9. Juli haben wir den Rückflug nach Stuttgart gebucht.









Flagge von Georgien


 Flagge von Armenien

Zwischenaufenthalt in Istanbul


Wir nutzen den Aufenthaltstag in Istanbul um die bekanntesten Sehenswuerdigkeiten zu besichtigen.

Batumi

Batumi

Super-Radweg

Start


An einer Schule

Hoppla Schlagloch

Eine der historischen Bruecken

Immer schoen flexibel bleiben...

Kurzfristig erfahren wir, dass unser Anschlussflug von Istanbul nach Batumi gestrichen wurde.Entweder Anfahrt nach Stuttgart noch mal ummodeln oder enen Tag Istanbul auf Kosten der Arline geniessen. Da nehmen wir doch glatt den Tag in Istanbul mit.

Was wir nicht bedenken...

Wir muessen mit dem ganzen Gepaeck in die Tuerkei einreisen.Also durch den Zoll.Ab zur Gepaeckaufbewahrung, zwar teuer,aber alternativlos.

Der Tag Istanbul...

...geht viel zu schnell vorbei.Das spendierte Hotel liegt weit draussen (alles okay),wir spendieren uns eine Fahrt in die Altstadt mit Besuch der Sehenwuerdigkeiten.Der erste Eindruck ist super. Der schoene Blumenschmuck, die Freundlichkeit, die vielen Fahnen der Parteien (bald ist Wahl), die Sauberkeit fallen uns auf.

Batumi

Die Stadt am Schwarzen Meer ist Wochenend-Ausflugsziel fuer Tuerken, Einwohner aus der Metropolregion Istanbul, erzaehlt mir (V) meine sympathische Sitznachbarin im Flugeug.In Batumi Ueberraschung bei der Passkontrolle. Wer zum ersten Mal nach Georgien reist, wird mit einer 0,375 l Flasche Wein beschenkt.Eine tolle Werbung fuer Georgien. Nach Spazierfahrten am Schwarzen Meer (Rdweg mit Palmen),wird es Zeit: Go East.

Keda - Shuakevi - Khulo - Goderdzi-Pass - Akhalzikhe

Wir befinden uns jetzt (laut Tacho) auf rund 1000 Meter ueber dem Meer. Vom Privatzimmer mit vollbelegtem Kleiderschrank bis zum Hotel mit internationalem Standard reicht das Angebot. Wir nehmen es wie es kommt. Das Zelt haben wir noch nicht aufstellen muessen.Sprachlich laeuft es bislang besser als gedacht. Insbesondere junge Leute freuen sich, ihr  Englisch-Kenntnisse anzubringen. In den Tourist-Infos spricht man ebenfalls englisch. Doch Zeichensprache hilft auch weiter.

ARD - ZDF - und Begegnung mit deutschen Reisenden

Da waren wir doch ueberrascht: ARD und ein anderes Mal ZDF im Hotel TV eingspeist. Mit zwei Individualreisenden aus Deutschland plaudern wir beim Mittagessen. Abends kommt ein22-jaehriger Radler aus dem Raum Tuttlingen in  Shuakevi an. Er ist zuhause losgefahren - Fernziel China. Chapeau - alles Gute.




Weithin sichtbar: die riesige Festungsanlage von Akhaltsikhe- ein  Wahrzeichen fuer die georgische Unabhaengigkeit


Zusammentreffen mit russischen Radlern

Der Gegensatz koennte nicht krasser sein


Die Hoehlenstadt Wardsia

Ein alter Eisenbahnwaggon dient auch mal als Bruecke

Auf dem Weg nach Armenien muessen wir heute zwei mal die Hoehe von knapp 2200 m ueberwinden und das bei einem kraeftigen Gegenwind

Der Grenzuebergang nach Armenien verspricht keine tollen Strassen

Und so ist es auch weithin


Die Lebensverhaeltnisse in dieser Gegend koennen nur als erbaermlich bezeichnet werden

Wir haben nach einer harten Tagesetappe Gyumri, die zweitgroesste Stadt Armeniens erreicht

Die Kathedrale vor und nach dem Erdbeben von 1988

Das prachtvolle Rathaus von Gyumri steht wieder einmal im Gegensatz zu den noch vielen Ruinen aus dem Erdbeben

Hoehlenstadt Wardzia
Unglaublich, dass hier einmal bis zu 30000 Menschen Schutz vor Feinden gefunden haben.Nach vielen hohen Treppenstufen klagt man auch mit Radlerbeinen ueber Muskelkater.

Begegnung...
mit sechs jungen Radlern aus Moskau. Ein ausgiebiger Fotostopp, Verstaendigung auf englisch, Sergey und seine Freunde drehen eine 12taegige Runde durch Georgien

der Schotte Masrc ist zu Hause mit maximal 9 Kg Gepaeck losgefahren. So gesehen sind wir overloaded. Mal sehen, was wir am Ende nicht gebraucht haben. Vielleicht das Zelt& Bislang haben wir immer ein Dach ueber dem Kopf gefunden.

Von Ninotsminda......
einer Bezirkshauptstadt auf 1700 m Hoehe, hatten wir uns mehr erwartet. Nach 6 Std. 20 Min. und fast 1000 Hm, Temperaturen von 40 Gr. und am Schluss 18 sind wir ziemlich platt. An einer Ampel vermittelt uns eine in Armenien und Georgien als Freiwillige taetige Amerikanerin aus Nord Carolina das letzte freie Zimmer im Hotel Ararat.

Kontraste
Zum einen Pferdefuhrwerk (sehr selten), Lada und eine Vielfalt deutscher Handwerker/Kastenwagenmit Original-Aufschriften, dann hochmotorisierte Daimler aus den 80er und 90er Jahren und auch eine 11m lange Hummer-Strechlimosine - unser Eindruck: am haeufigsten sieht man Autos mit dem Stern.
Da von unbefestigten Seitenstreifen, tiefen mit Regenwasser gefuellten Schlagloechern viel Schmutz an den Karossen (und an den Raedern) klebt, machen die kleinen Autowaschanlagen (Monka) ein gutes Geschaeft.

Grenzerfahrung
Saftiges Gruen auf den Bergwiesen, viele Kuhherden, ein ganz schwarzer Boden, niedrige Haeuser, eng aneinander gebaut, Daecher z.T. mit 20 cm hohem Gras bewachsen (Vorbild fuer Oekosiedung in DS&) : In Richtung Grenze wird es einsam. Wir erhalten unseren Ausreisestempel und fahren erst mal durchs Niemandslang. Vor einem fast fertig gestellten riesigen neuen Zollgebaeude verfahren wir uns, sehen aber dann, dass Autos von der anderen Seite ueber einen abenteuerlichen Schlamm/Feldweg kommen. Da da ....jaja wird uns auf unser erstauntes Fragen gesagt. Erst mal ein Stueck schieben. Noch drei weitere Komplexe werden hier mitten im Nichts aus dem Boden gestampft. Das passt so gar nicht zur Strassenqualitaet. Die Slalomstrecke um die Schlagloecher  wird sicher taeglich neu ausgesteckt. Dafuer fahren aber alle langsam und wir werden verstaendnisvoll mal rechts und mal links ueberholt, wenn wir auf einem 30 Zentimeter breiten Restasphaltstreifen in der Mitte eine Ideallinie gefunden haben.

In Armenien....
sehen wir bereits im ersten Dorf eine Kirche und einen Friedhof. Zwischenmahlzeit mit Banane. Jetzt muesste es wohl nur noch abwaerts gehen von 2100 auf 1500 m.
Denkste.....
......schon in der Abfahrt sehen wir den Gegenhang. Oh weija - der hat es in sich. Zum Glueck koennen wir bei einer Tankstelle unser erstes Fertigessen kochen. Es gibt chili con Carne. Macht satt, liegt abder Verena sehr schwer im Magen.
Dunkle Wolken ziehen sich zusammen. Wir erreichen nach 6 Std. und 40 Min. unser vorbestelltes Hotel eine Stunde bevor es  blitzt, donnert und sich alle Schleusen oeffnen. Glueck gehabt.

Das Berlin Art Hotel,
eigentlich als Krankenstation neben einer Poliklinik gebaut, bietet angenehmen Komfort. Entstanden nach dem schweren Erdbeben 1988 mit besonderer Unterstuetzung des DRK Berlin. Heute wird der Klinikbereich zumindest teilweise durch das Betreiben des Hotel finanziert.
Hingefunden haben wir dank freundlicher Hilfe und vier Mal Passanten fragen, am Ende auch, obwohl die Strassennamen lediglich auf armenisch und russisch angeschrieben sind/

Abschied vom Berlin Art Hotel

Es ist seeehr heiss heute

Da ist die Freude ueber ein geschenktes Eis besonders gross

Interessant sind die weithin verlegten oberirdischen Gasleitungen an den Strassen entlang

Brotfladen werden in Armenien in von unten befeuerten Backoefen hergestellt. Die Teiglinge werden an die Waende geklatscht



Guter Hinweis....
Schnorhakaluthjun (Danke), lieber Herr Dawitjan. Im Prinzip war es ja ein kleiner Flirt. Aber eine Konsequenz zog er nach sich. Wir waehlten deshalb die weniger befahrene und weniger bergige Strecke nach Jerewan entlang der tuerkischen Grenze. In den kleinen Orten an der Strecke begegnet man uns ueberaus freundlich. Wir bekommen nicht nur ein Eis geschenkt. Saft und Wasser in einem anderen Laden gehen auf den Chef. Nach einem Fotoshooting im Baeckerladen, sitzen wir auf einem Mauervorsprung und geniessen herrlich lockeren Blaetterteig - es faellt einiges fuer die Voegel ab. Ein Autofahrer haelt an, winkt Helmut herbei und schenkt uns vier Aprikosen. Die Berichte von der ausgepraegten Gastfreundschaft sind wirklich keine Maer. Nur ein Denkanstoss: Wie laeuft das bei uns ab&&

Nach 100 km......
brauchen wir dringend ein Dach ueber dem Kopf. In Armavir schuetteln einige Passanten bei der Frage nach einem Hotel den Kopf. Ein Taxifahrer ahnt wohl, dass es uns auch ein einfaches Zimmer tut. Er faehrt voraus. Dusche, hartes Bett, aber ein ordentlichews Restaurant.

Edschmiatsin....
kommt spaeter dran. Wir fahren am Zentrum der armenischen Kirche vorbei. Wir wollen erst mal in unser vorgebuchtes Hotel in Jerewan. Vorher speisen wir gut in einem Restaurant am Busbahnhof. So schaffen wir es auch gut den Berg hinauf zum etwas ausserhalb des Zentrums liegenden Hotel mit Swimmingpool.

Das Strassenbild bei der Einfahrt in armeniens Hauptstadt Jerevan wird durch die riesigen Schilder beherrscht, die auf den  Voelkermord an den Armeniern im Jahre 1915 hinweisen, bei dem ca. 1,5 Millionen Menschen den Tod fanden.

Praechtige Bauten in der Innenstadt von Jerewan

Die Kakaden im Zentrum von Jerewan und links oben das Haus von Charles Aznavour, dessen Familie aus Armenien stammt.

Der Sonnentempel in Garni

Ein Beispiel der hier vielfach zu besichtigenden alten Kloester: Noravank, tief hinten am Ende einer engen Schlucht

Bei diesem Kirchgang muss man schwindelfrei und mutig sein.

Ein Selfie vor der Klosteranlage Geghard

Manchmal laeuft etwas schief.....
.. und es ist am Ende auch gut. Eigentlich wollen wir mit einer deutsch-schweizer Familie eine City-Tour machen. Doch der Bus kommt nicht. Wir wechseln den Standort in zwei verschiedenen Taxi und finden uns nicht mehr. Schade.
Dafuer landen wir bei der vergeblichen Suche nach der Tourist-Info beim Beau Monde Service, einer ausgezeichneten Travel Company im Armenia Marriott Hotel Jerewan. Direktorin Ofelia Markosyan vermittelt uns zwei ausgezeichnete Besichtigungstouren.

Wer fuer Francois Hollande...
......und die frueheren Praesidenten Sarkozy und Chirac die Fahrzeuge organisiert, hat es drauf.

Ronaldo....
ist heute ganz in der Naehe und schiesst am Abend drei Tore fuer Portugal. Wir sehen viele  gruene T-Shirts und Helmut lichtet einen portugiesischen Superfan fuer seine Grossnichte in Porto ab.


Gewaltig.....
Vermutlich wuerden die Eindruecke von der Landschaft - viele Steine, tiefe enge Schluchten- sich noch tiefer einpraegen, wenn wir die Strecke abgeradelt haetten. Aber wir wollen auch mal wieder heimkommen. Die Autotour ist da eine gute Alternative, eine Auswahl vom Wesentlichen in dem zerkluefteten Land zu sehen. Tief hinten in den Bergen liegen die alten Kloester.

In Jermuk.....
auf  2000 m Hoehe ist es endlich angenehm kuehl. Der zu Sowjetzeiten beliebte Kur- und Wintersport-Ort hat jetzt ein Hyatt-Hotel. Wie bei den Strassenverhaeltnissen viele Gaeste hinkommen sollen, ist uns ein Raetsel. Da werden sich die Investoren im Prinzip noch was ueberlegen muessen.

Jerewan am Abend

Frau Ofelia Markosyan, die Direktorin der Travel Company im Armenia Marriott Hotel

Zum Abschied noch ein gemeinsames Foto


Zum Abschluss unserer Erkundigungen durch Jerewan besuchen wir das Denkmal zum Voelkermord an den Armeniern 1915. Das Museum hatte leider geschlossen.

Radio Jerewan stand eigentlich auch noch auf unserer Fotografierliste, doch am Dienstag geht es weiter zum Sevan See.


Am Sewan-See


da werden in bruetener Hitze geraeucherte Fische verkauft. Wir verzichten gerne auf diesen Leckerbissen...


Bluehende Bergwiesen beim Aufstieg zum Sevan-Pass (2200 m)

Neuer Absatz

Die Abfahrt hinunter nach Dilijan, einem zu sowjetischen Zeiten bekannten Heil- und Erholungsort

Neuer Absatz

Die Armut ist in Armenien gross und allgegenwaertig


Die Linienbusse sind auch nicht gerade die neuesten Modelle. Die Roehren auf dem Dach sind keine Bomben, sondern Gasflaschen, denn die Motoren werden mit Gas angetrieben.
 


Und daneben steht, man kann es fast nicht glauben, ein hochmotorisierter Daimler, wie hier z.B. ein S600


Herrlich sind die abwechslungsreichen kaukasischen Landschaften

Wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit....
.....unter zehn sinkt, ist es fuer uns ganz schoen ansterngend. Irgendwann ist jeder Berg zu Ende. Wenn es in der Abfahrt bei knapp unter 2000 Hm ein Restaurant mit Wifi in der Holzhuette nebenan gibt, da haut es den Helmut fast aus den Latschen....

In Vanadzor......
......treffen wir nach dem bislang haertesten Tag auf eine Gruppe aus den USA. Die 16 Freiwilligen helfen armenischen Familien beim Hausbau, zahlen alles selbst, wie ein Immobilienmakler aus Florida berichtet.Das Erdbeben 1988 hat starke Schaeden verursacht, die noch immer nicht behoben sind.


Ueberall werden wir freundlich und offen empfangen. Hier passt die Kuechenbrigade nicht nur waehrend des Essens auf unsere Raeder auf, auch ein Austausch der Adressen in den Netzwerken gehoert dazu.



Wir fahren auf der bekannten Kloesterstrasse entlang des Flusses Debeda in Richtung georgischer Grenze mit dem Ziel Tiflis. Bei Alaverdi besuchen wir zwei sehr alte Kloester, beide sind als UNESCO-Weltkulturerbenliste eingetragen.

Drei Tunnel......
........ zwischen Vanadzor und Alaverdi. Einer mit Naturstrasse und tiefen Loechern. Brille wechseln, konzentriert fahren. Die -wenigen- Autofahrer muessen zum Glueck auch vom Gas runter.
Wir sehen Anzeichen von viel  bitterer Armut und mittendrin ein Tufenkain/Hotel. Ideal zur Mittagszeit.
Auch das einzige Bed- and Breakfast-Haus kommt gerade richtig, so dass wir von dort aus noch zwei entfernte Klosteranlagen erkunden koennen.


In Marneuli, 30 km vor Tieflis, haben wir Riesenglueck: Ein kraeftiges Gewitter zieht auf und es blitzt und donnert um uns herum. Es wird immer bedrohlicher. Mit Hilfe eines Taxifahrers, der vor uns her faehrt, finden wir das "Star-Hotel". Waehrend wir abladen, der Taxifahrer schaut nach dem richtigen Zimmer aus und 3-4 kleine Jungs von der Strasse bugsieren das Gepaeck hinein, ich (Helmut) sorge fuer die sichere Verwahrung der Raeder, oeffnet der Himmel seine Schleusen. Sturm, Starkregen mit Ueberflutung der Strassen und kraeftiger Hagel sind im Gepaeck des Gewitters. Noch nicht im Zimmer, faellt der Strom aus und mit Kerzen und unseren Stirnlampen legen wir uns todmuede ins Bett. Erst spaet in der Nacht merken wir, dass das Licht wieder anging. Glueck gehabt!


Trostlose Wohnsituation neben unserem "Star-Hotel"


Auffallend, dass die Polizeigebaeude in fast allen Staedten die schoensten sind und durchweg in Glas gehalten.


Ankunft bei gluehender Hitze am 21. Juni in Tiflis



Ausflug von Tiflis ueber die georgische Heerstrasse nach Norden in den Grossen Kaukasus bis kurz vor die russische Grenze in Kazbegi oder Stepantsminda. Grandiose Aussichten! Der wolkenverhangene Bergriese ist der Mainvartsveri, mit 5033 m der Hoechste dieser Gegend.


Ein Besuch des Klosters Gergeti, zu erreichen mit vierstuendigem Anstieg oder mit gelaendegaenigem Auto auf abenteuerlichen Wegen ist sozusagen Touristenpflicht.


In der Wildnis der kaukasischen Berge sind wir diesem angsteinfloessendem "Russen" begegnet.



Ausflug in die Region Kakheti in Richtung Grenze Aserbaidschan , der Korn- und Weinkammer Georgiens.


......mit dem nationalen Heiligtum in Sighnaghi, hier sind die Namen der Toten in Stein gemeisselt, die bei den Befreiungskaempfen aus sowjetischer bzw. russischer Staatengemeinschaft ums Leben kamen. Wir haben die Namen nicht gezaehlt.......



Das Rathaus


Wohnhaeuser und Hotels ueber dem Mtkvari-Fluss


Altes Wohnhaus mit den typischen Balkonen.


Moderne Fussgaengerbruecke ueber den Mtkvari


Maechtiger Bauboom wohin man schaut: Hier wird neben dem Radisson blu ein neuer Hotelkomplex hochgezogen.

Am Freitag, 26. Juni,.......
........machen wir uns auf den Weg nach Batumi und hoffen auf Abkuehlung am Schwarzen Meer.
.......und wir sind weitergefahren...
......
leider hatten wir keine Internetcafes unterwegs oder alte Software-Versionen, die von      homgepage nicht mehr unterstutzt werden.,...


Im Bereich von Tiflis lassen wir die hohen Berge mit den vielen kraeftigen Anstiegen hinter uns und freuen uns ueber eher welliges Gelaende.


Pausen muessen auch sein....


Da staunt man nicht schlecht: in Gori einen ausrangierten LKW der Fuerstenberg-Brauerei zu entdecken. Leider war kein Bier mehr drin......



Warum wird das unten gezeigte Gebaeude in Gori
so haeufig fotografiert?

Wer als Erster / Erste die richtige Antwort an
 wider.vs@t-online.de
sendet, bekommt einen exclusiven Reisebericht
mit einem kleinen Abendessen bei Widers.


Um dieses Gebaeude handelt es sich bei der Preisfrage


Viel Aufmerksamkeit erregen wir beim Nachpumpen unserer Reifen bei einem Reifenhaendler.



In der Gegend von Zestaponi (auch Sestafoni geschrieben) begegnen wir diesen beiden Fernradler aus dem Iran. Davood (blaues Hemd) und sein Freund fahren ebenfalls in westlicher Richtung, um spaeter durch die Tuerkei wieder in den Iran zu gelangen. Wir sind eingeladen, gelegentlich bei ihnen vorbei zu kommen.....


Wieder einmal passieren wir eine der hier typischen Kirchen


Jetzt sehen wir die Berge des Kleinen Kaukasus aus der Ferne


Neben Schweinen, Enten, Gaensen sind auch Kuehe und junge Rinder staendig am Wegesrand und suchen nach Nahrung. Diese Kuh hat wohl wie die meisten anderen nicht all zu viel Gras gefunden...

Obst - Gemuese - Nuesse
Am Autobahnende vor Kutaisi -es folgt eine 10 km lange Baustelle-, haben die Landwirte aus der Umgebung einen Markt mit Obst und Gemuese aufgebaut. Superschoene Ware. Frueher war Georgien der Lieferant fuer Suedfruechte fuer die Sowjetunion. Seit dieser Markt weggebrochen ist, sind die Erzeuger arm dran - im wahrsten Sinne des Wortes.

Ueberangebot.....
.......
es ist seltsam. Wenn eine Brotverkaufsstelle am Strassenrand aufgebaut ist, kommen in den naechsten Kilometern bestimmt 80 weitere. So laeuft es auch mit Besen, Haengematten, Getraenkestaenden, Maiskolbenverkauf....... usw.





Im Basar von Kutaisi wird (fast) alles angeboten, was man brauchen kann.


Die Alte Kathedrale von Kutaisi


Dieser (noch im Betrieb befindliche) Linienbus von Kutaisi scheint fast genau so alt  zu sein wie die Kathedrale...


Neue Preisfrage: Was steht wohl an diesem Auto in georgischer Schridft???


Aufloesung spaeter

In Kutaisi.....
.....
war der orientalische Markt fuer uns die Attraktion. Und an einem halben Kalb, das im Freien hing, haben wir Stunden spaeter gesehen: es geht auch was weg. Doch sicher sitzen die vielen Marktfrauen viele Stunden, ohne etwas von den schoenen frischen Sachen zu verkaufen.


Der Besuch einer der vielen Hoehlen um Kutaisi gehoert zum Pflichtprogramm jedes Touristen (und vieler Einheimischen)
Wir besuchen die Prometheushoehle.

Die Prometheushoehle......
........
in der Naehe von Kutaisi ist erst seit wenigen Jahren touristisch erschlossen. Immer wieder neue Hoehlen und auch ein als "Eingang zur Hoelle" bezeichneter Schlund. Wir kommen zusammen mit einer 45-koepfigen Reisegruppe aus Israel nicht aus dem Stauenen heraus.



Unsere Wegbegleiter in der Gegend von Samtredia


Da Batumi uns am naechsten liegt, steuern wir nun diese Stadt am Schwarzen Meer an....


In der sehr fruchtbaren Tiefebene zwischen Samtredia und dem Schwarzen Meer sehen wir haeufig recht schoene und gepflegte  private Anwesen.


Aber auch grossflaechig nicht mehr bewirtschaftete Gelaende sind zu sehen.


Und immer wieder Industrieruinen.


Eine neue Autobahn wird -gefoerdert von der Weltbank- wird von Tiflis nach Sokhumi am Schwarzen Meer gebaut und ist z.T. schon fertig.


Und das ist ein durchaus typische Essen in Georgien. Uebrigens sind die Preise fuer uns ausgesprochen niedrig.


Bei Ureki  stossen wir auf die Strasse, die entlang des Schwarzen Meer fuehrt.


Bei einer Flussmuendung erblicken wir erstmals das Schwarze Meer - nicht mehr weit bis zum Ziel Batumi.


Neuer Absatz

Fische werden am Strassenrand angeboten.

Am Schwarzen Meer.....
......
werden wir in Ureki auf deutsch angesprochen. Eine aus Armenien stammende Professorin fuer Informatik und Mathematik lebt in Dortmund und ist mit ihrer Tochter auf Urlaub. Der Betreieber des Hotel National spricht ebenfalls deutsch und empfiehlt uns gute georgische Gerichte aus seinem Restaurant. Lecker!!


Auch Besenbinder sind am Werk.


Verenas groesster Horror: Ein Tunnel. Es gibt kein Entrinnen.

Tunnel und ein Sturz
Natuerlich ist auch in Georgien das Rad fahren auf der Autobahn verboten ....im Prinzip. Dennoch jagt uns die Polizei nicht von der Strasse. Auf dem Seitenstreifen ist es allermal angenehmer (trotz Laerm) als auf mancher zweispurigen und noch nicht ausgebauten Fernstrasse.
Gerade der letzte Abschnitt zwischen Kobuleti und Batumi hatte es noch einmal in sich. Es geht in Serpentinen bis 9 % hinauf, die Fahrbahn eng und die Lastzuege brauchen in den Kurven fast die ganze Fahrbahnbreite. Da schieben wir das letzte Stueck doch lieber im angrenzenden Schotterbett.
Und dann noch ein Tunnel! Helmut ahnt es schon: Er ist 600 m lang, es geht zum Glueck leicht abwaerts und ist gut ausgeleuchtet. Keine Ausweichmoeglichkeit. Es hat dann auch gut geklappt.

Aber dann sollte es wenige hundert Meter vor unserem Hotel doch noch passieren: In Batumi beginnt ein Radweg, der leider nicht von allen Autofahrern respektiert wird. Bei einem Taxistand oeffnet ploetzlich ein Fahrgast die rechte hintere Tuere. Die Tuere prallt gegen Helmuts hintere linke Satteltasche und Helmut kommt zu Fall. Zum Glueck geringe Geschwindigkeit. Gleich helfen drei Maenner und stellen Helmut auf die Beine und das Rad samt Haenger auf die Raeder. Die Frau entschuldigt sich vielmals und alle sind froh, dass nichts weiter passiert ist als eine kleine Schramme an Helmuts Oberschenkel. (Die unbekannte Frau kennt jetzt ein paar deftige deutsche Schimpfwoerter!!)


Nach Ueberwindung eines kraeftigen Anstieges, sehen wir in der Ferne die Skyline von Batumi......


....da lacht Verena schon wieder bei unserer letzten Rast vor dem Ziel Batumi.


Schnell noch ein Erinnerungsfoto gemacht beim Uhrenturm von Batumi - wir freuen uns, dass wir es geschafft haben.


Bleibt nachzutragen: Die Beschriftung an dem Pkw heisst schlicht "Polizei", geschrieben in georgischer Schrift!


In Batumi trafen wir diese Radlergruppe. Neben Helmut sehen wir Thekla und Konstantin
aus Bremen, rechts außen Vater und Sohn aus England und in der Mitte
.............. Sie haben sich unterwegs getroffen, fahren eine Zeit zusammen
und steuern unterschiedliche Ziele an.



Auch diesem Motorrad-Touristen aus Kanada sind wir in Batumi
begegnet. Den Beiwagen hat er anbauen lassen, damit seine
Frau ihn gelegentlich besuchen und ein Stück des Weges
begleiten kann.

Thema Sicherheit...
Es sind viele Polizisten unterwegs - sowohl zu Fuss als auch in oben zu sehenden Streifenwagen. Die Polizei wird als korrekt und hilfsbereit beschrieben. Sie sei im Unterschied zur sonstigen Verwaltung nicht korrupt.
In den letzten Wochen und Monaten las man bei uns zu Hause haeufig von Einbrechern aus Georgien. Wird uns wohl das Rad in Georgien unter dem Hintern weggeklaut - war unsere Befuerchtung. Ganz und gar nicht! Wir ahaben uns waehrend der ganzen Reise durch beide Laender nie unsicher oder unwohl gefuehlt. Im Gegenteil: wir sind vielen freundlichen und hilfsbereiten Menschen begegnet.


Wer Abenteuer sucht, in jeder Hinsicht voll "gelaendegaenig" ist, bergige Strecken und viele Ueberraschungen in Kauf nimmt, der kann bedenkenlos mit dem Rad durch Georgien und Armenien fahren.
Die Kaukasustour 2015 war in jedem Falle eine ganz besondere Radtour und ist mit allen bisherigen kaum zu vergleichen!

Lichtbildervortrag

Wir werden versuchen, aus den vielen gemachten Bildern und Verenas Aufschrieben wieder einen Vortrag zu erarbeiten. Aber es wird sicher Herbst oder Winter werden, bis das Werk vollendet ist

Jetzt freuen wir uns erst mal auf zu Hause!!

Bis Bald .......Verena und Helmut